Formel und Berechnung
Der Beleihungsauslauf berechnet sich wie folgt:
Beleihungsauslauf = Darlehensbetrag ÷ Beleihungswert × 100
| Szenario | Darlehen | Beleihungswert | Beleihungsauslauf |
|---|---|---|---|
| Wenig Eigenkapital | 360.000 € | 400.000 € | 90 % |
| Standard | 280.000 € | 400.000 € | 70 % |
| Viel Eigenkapital | 220.000 € | 400.000 € | 55 % |
Zinsstufen nach Beleihungsauslauf
Banken staffeln ihre Zinskonditionen in Abhängigkeit vom Beleihungsauslauf. Die genauen Stufen variieren je Bank, folgen aber typischerweise diesem Muster:
Beleihungsauslauf und Zinswirkung
| Beleihungsauslauf | Zinsaufschlag | Bewertung |
|---|---|---|
| bis 60 % | 0,00 % | Bestes Angebot |
| bis 70 % | +0,10-0,20 % | Sehr gut |
| bis 80 % | +0,20-0,40 % | Standard |
| bis 90 % | +0,40-0,80 % | Erhöhter Aufschlag |
| über 90 % | +0,80-1,50 % | Nur wenige Banken |
Beispiel: Bei 350.000 € Darlehen und 20 Jahren Laufzeit entspricht ein Zinsaufschlag von 0,5% einer Mehrbelastung von ca. 30.000-40.000 € Gesamtzinskosten.
Wie verbessert man den Beleihungsauslauf?
Es gibt im Wesentlichen zwei Wege:
- Mehr Eigenkapital einbringen: Jeder Euro mehr Eigenkapital senkt den Darlehensbetrag und damit den Beleihungsauslauf. Das ist der direkteste Weg.
- Zusatzsicherheiten stellen: Manche Banken akzeptieren weitere Immobilien oder andere Vermögenswerte als Zusatzsicherheit, was den effektiven Beleihungsauslauf senkt.
Wichtig zu verstehen: Der Beleihungsauslauf bezieht sich auf den Beleihungswert, nicht auf den Kaufpreis. In teuren Lagen, wo Kaufpreise hoch über dem Beleihungswert liegen, kann der Beleihungsauslauf trotz hohem Eigenkapital ungünstig sein.
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